Südlicher Oberrhein | 30.09.2009
Die Ausstellung “Lebensader Elz - Siedlungsgeschichte im Raum Teningen/Emmendingen” im Heimatmuseum Menton in Teningen wird am Samstag, 17. Oktober, offiziell eröffnet und am Sonntag, 18. Oktober, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie wurde erstellt von freiwilligen Mitarbeitern und mit Hilfe der Gemeinde Teningen und steht unter der Schirmherrschaft von Teningens Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker.
Die Ausstellung möchte auf insgesamt zwölf Bild- und Texttafeln den Blick darauf lenken, welch wichtige Rolle die Elz, ihre Zuflüsse und Nebenbäche bei der Niederlassung von Menschen in unserem Raum gespielt haben. Ein erster Teil befasst sich mit den Veränderungen, denen der Elzlauf über lange Zeiträume hinweg unterworfen war, und die durch wenig bekannte Flusskarten verdeutlicht werden können. Veränderungen wurden hervorgerufen durch den vom Fluss selbst herangeführten Schwemmkies, der zu immer neuen Verlagerungen und Verzweigungen des Flussbettes mit heute nicht mehr existenten Nebenarmen führte. An den vor Jahrtausenden bestehenden Wasserläufen orientierten sich beispielsweise die um Teningen herum nachweisbaren jungsteinzeitlichen Siedlungen.
Der Raum Teningen/Emmendingen gehört bisher nicht zu den regionalen Schwerpunkten der ur- und frühgeschichtlichen sowie archäologischen Forschung. Aus früheren Kultur- und Besiedlungsphasen sind hier weitgehend nur Einzelfunde bekannt. Ausnahmen stellen etwa die hallstattzeitlichen Grabhügel in der Teninger Allmend oder das alemannische Reihengräberfeld von Mundingen dar. Eine
römische Straßenanlage wiederum - ebenfalls durch die Allmend verlaufend - stellt unseren Raum in einen Verkehrszusammenhang mit dem römischen Unterzentrum
Riegel.
Anhand von Fundkarten und Bildmaterial wird ein Überblick über das bisher zu Tage Gekommene geboten. Dazu gehört auch ein kleiner Exkurs über mehrere im Mittelalter entstandene und nach wenigen hundert Jahren Existenz schon wieder wüst gefallene Ansiedlungen im unmittelbaren Elzbereich.
Die Initiatoren der Ausstellung hoffen, dass die hier angesprochenen Themen auf das Interesse und die Diskussionsbereitschaft möglichst vieler Besucher stoßen. Die
Öffnungszeiten sind sonntags von 14 bis 17 Uhr. In den Wintermonaten November 2009 bis Februar 2010 wird die Ausstellung im Eingangsbereich des Teninger Rathauses zu sehen sein.

B4B MITTELSTAND bedient den aktuellen Informationsbedarf des Mittelstands. Die Beiträge vermitteln einen Überblick über das jeweilige Thema und zeigen dessen praktischen Nutzen auf.
Klicken Sie auf die Wirtschaftsnachrichten Ihrer Region:


















