Nordschwarzwald | 23.11.2011

Das neue Gebäude der Hochschule Pforzheim trägt der Raumnot Rechnung - mehr Platz für die Studierenden
Die wachsende Zahl von Studierenden benötigt mehr Platz. Dieser Realität trägt die Hochschule Pforzheim mit dem kürzlich gestellten Bauantrag Rechnung.
Rund 3.000 zusätzliche Quadratmeter sollen im kommenden Jahr für die Fakultät für Technik an der Tiefenbronner Straße fertiggestellt werden.
Fakultät für Technik erhält Erweiterungsbau
Geplant ist ein modularer dreigeschossiger Bau, der direkt an das bestehende Gebäude der Fakultät anschließt. In einem Pressegespräch erläuterten die Verantwortlichen der Hochschule, der Stadt, dem Amt Vermögen und Bau Baden-Württemberg sowie des Architekturbüros die Pläne.
Mehr Studierende – mehr Platz
Neue attraktive Studiengänge und steigende Bewerber-Zahlen ließen die Zahl der Studierenden in Pforzheim in den vergangenen Jahren auf 5.100 anwachsen. Dies entspricht einer Steigerung von 37 Prozent seit dem Gründungsjahr 1992. Allein in der Fakultät für Technik wurde das Studien-Angebot im Zuge des Ausbauprogrammes „Hochschule 2012“ durch fünf neue Bachelor-Studiengänge erweitert.
Fünf neue Studiengänge bedeuten für die Fakultät ein Anwachsen um rund 1.000 Studierende. Damit wächst natürlich auch der Bedarf an Labor- und Seminar-Räumen, Werkstätten und Hörsälen.
Der Raumnot entgegenwirken
Dem kontinuierlichen Ausbau der Hochschule steht die knapper werdende Raum-Kapazität gegenüber. Das ursprüngliche Technik-Gebäude T1 ist für 600 Studierende ausgelegt. Im laufenden Wintersemester sind 1600 Technik-Studierende eingeschrieben. Die jetzt geplanten 3.000 Quadratmeter Neubaufläche sollen der Raumnot entgegen wirken.
Über die konkreten Pläne
Oberhalb der Stadt, direkt am Waldrand gelegen, beeindruckt der Campus der Hochschule durch seine moderne mehrfach ausgezeichnete Architektur. Das Gebäude-Ensemble soll im Jahr 2012 durch ein Atrium-Haus ergänzt werden – so die Pläne des beauftragten Architekten Peter W. Schmidt.
Vier Raumkörper, die windmühlenartig um einen überdachten, lichtdurchfluteten Innenhof positioniert werden, sollen rund 250 Studierenden, Mitarbeitern und Professoren Platz bieten. Geplant ist, das Gebäude westlich der Straße direkt an das bestehende T1 Gebäude anzuschließen.
Sportlicher Fahrplan für das Bauvorhaben
Die Hochschule hofft, bis zum Beginn des Wintersemesters 2012/13 das neue Gebäude nutzen zu können. Der enge Zeitplan sei durch die modulare Bauweise möglich: Da einzelnen Bauteile nicht vor Ort produziert werden, könnten parallel zu deren Herstellung die Bodenarbeiten in der Tiefenbronner Straße erfolgen.
Falls die Hochschule die Bau-Genehmigung noch in diesem Jahr erhält, erfolge zeitnah die Ausschreibung. D.h. im Frühjahr 2012 kann mit einem Baubeginn gerechnet werden. Der straffe Zeitplan werde allerdings nur Realität, wenn alle Räder in einander greifen, stellten die Verantwortlichen der Hochschule, des Amtes Vermögen und Bau Baden-Württemberg, der Stadt Pforzheim und des Architekturbüros P. W. Schmidt fest. Der Bau soll über einen Generalunternehmer erfolgen.

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