Nordschwarzwald | 29.11.2011

Motivation, Personalmanagement, Teamwork, Consulting_Quelle: Fotolia
Mit der Fachtagung „Business meets Science“ stellte sich das TDS Institut für Personal-Management an der Hochschule Pforzheim erstmals einer breiten Fachöffentlichkeit vor.
Das erklärte Ziel: wissenschaftliche Beiträge anhand der Praxis zu überprüfen. Bei den knapp 100 Teilnehmern stieß das auf großes Interesse.
Wissenschaft und Praxis ziehen an einem Strang
Wie begegnet modernes Personal-Management den aktuellen Herausforderungen? Dieser grundlegenden Frage gingen die 8 Referenten im November 2011 nach.
Was steht für den Erfolg von Personal-Management? Naturgemäß differieren die Ansätze der Wissenschaftler und der Praktiker bei der Beantwortung dieser Fragen. Trotzdem stellten beide einen Wandel bei den Zielen gelungener Personal-Führung fest.
Gemeinsame Forderungen
Personal-Management wird heute als Partner und nicht als reine Umsetzungsinstitution der Geschäftsführung gesehen. Das ergibt sich insbesondere aus dem Wunsch, Kosten zu reduzieren und die Effizienz zu steigern.
Deshalb forderten Wissenschaftler und Praktiker: eine veränderte Rolle von HR als Mit-Steuerer sowie die Akzeptanz der Unternehmensführung.
Personal-Entwicklung keine Frage von fehlenden Kompetenzen
Personal-Entwicklung dürfe sich nicht in erster Linie an den fehlenden Kompetenzen der Mitarbeiter orientieren. Vielmehr müssen sich an den Zielen des Unternehmens ausrichten. Die Frage, wie wer gefördert werden, sei unmittelbar von der Strategie der Firma abhängig.
Unter dem Aspekt des demografischen Wandels muss demnach ein neues Konzept geschaffen werden. Zwei Aspekte wurden bei der Tagung dabei intensiv diskutiert. Zum einen die Gewinnung von ausländischen Fachkräften für den heimischen Arbeitsmarkt . Zum anderen die Frage, welche Rolle ältere Arbeitnehmer in den Unternehmen nach ihrer „aktiven“ Zeit einnehmen können.
Spannende Aufgabe für die Zukunft
Vorbilder für Führungskräfte, die sich langsam aus dem beruflichen Alltag zurückziehen und dafür neue Rollen übernehmen, gibt es nur wenige. Wie kann also deren Potenzial in anderen Feldern zum Einsatz kommen? Dies sei eine spannende Aufgabe für die Zukunft, so die einhellige Meinung. Jedoch habe Deutschland noch eine große Aufgabe vor sich: seine Attraktivität für ausländische Fach- und Führungskräfte zu steigern. Denn: Aktuell sind wir als Zuwanderungsland dieser Zielgruppe bestenfalls mittelmäßig beliebt.
Nachhaltigkeit
Ein Schlagwort mit dem sehr viele Unternehmen arbeiteten - dem aber häufig die inhaltliche Entsprechung fehle, so Meinungen auf der Tagung. Gerade in Sachen Personal sei eine nachhaltige Politik nur unter klaren strategischen Zielen umsetzbar. Welchen Einfluss Ökonomie, Ökologie und soziales Umfeld auf die einzelnen Entscheidungen habe, ist dabei individuell.
Definitionen, eine klare Analyse des äußeren und internen Umfeldes sind für die Implementierung eines nachhaltigen Personal-Managements zwingend.

B4B MITTELSTAND bedient den aktuellen Informationsbedarf des Mittelstands. Die Beiträge vermitteln einen Überblick über das jeweilige Thema und zeigen dessen praktischen Nutzen auf.
Klicken Sie auf die Wirtschaftsnachrichten Ihrer Region:


















