Hochrhein-Bodensee | 22.11.2011
Verkehrsminister Ramsauer hat bekannt gegeben, dass der Ausbau der Gäubahn in den Finanzierungsplan aufgenommen wird. Die IHKs Hochrhein-Bodensse und Schwarzwald-Baar-Heuberg begrüßen die Aussage.
Die beiden Hauptgeschäftsführer, Prof. Dr. Claudius Marx und Thomas Albiez freuen sich über diesen Fortschritt, „nachdem wir über Jahre kontinuierlich daran mitgearbeitet haben, dass das Projekt in den Finanzierungsplan aufgenommen und damit auch endlich baulich umgesetzt werden kann“.
Gäubahn unbedingt notwendig
Der Ausbau der Strecke sei unbedingt notwendig, um kürzere Fahrzeiten auf der Strecke zwischen Stuttgart und Zürich zu erreichen. Denn: Für die Wirtschaft im Südwesten ist das von besonderer Wichtigkeit. Die eingleisigen Strecken-Abschnitte behindern bis heute den reibungslosen Zugverkehr. Und sie führen regelmäßig zu Verspätungen.
Standort-Qualität sichern
Laut der IHK Geschäftsführer gilt die Gäubahn als wichtiges Bindeglied und wichtiger Verkehrsträger für alle Wirtschafts-Standorte zwischen Stuttgart und Zürich. Denn: Um die Standort-Qualität zu bewahren und wettbewerbsfähig zu sein, braucht es eine leistungsfähige Schienen-Anbindungen an die Landeshauptstadt und das Schweizer Wirtschafts- und Finanzzentrum.
„Vor diesem Hintergrund unterstützen die IHKs als Mitglieder des Interessenverbands Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn die baldige Umsetzung der geplanten Ausbau-Maßnahmen“, so Prof. Dr. Marx und Albiez. Mit der Umsetzung werde eine deutliche Verbesserung der jetzigen Situation im Schienen-Verkehr erwartet.
Schnelle Realisierung gewünscht
Eine leistungsfähige Bahnanbindung an die südlichen Teile Baden-Württembergs, die Schweiz und Italien ist von großer wirtschaftlicher und touristischer Bedeutung – so die Meinung der IHK. Insbesondere durch die intensiven Beziehungen der hiesigen Wirtschaft zu den norditalienischen Industrie-Zentren ist eine belastbare Schienen-Anbindung über den Gotthard-Basistunnel essentiell.
Für die Anrainer-Regionen der Gäubahn erhofft man sich eine deutliche Stabilisierung des Fahrplans – für den Nah- und Fernverkehr. Auch kürzere Fahrzeiten sind eine wünschenswerte Konsequenz.
Prof. Dr. Marx und Albiez sind sich einig, „dass es jetzt darum geht, einen verbindlichen Planungs- und Bauzeitenplan für die verschiedeneren Einzelmaßnahmen zu erstellen, um den Ausbau der Gäubahn so schnell wie irgend möglich realisieren zu können.“